Trinkgeld in Russland: Warum 10 % die sichere Grundregel sind
10 % sind bei den meisten Dienstleistungen eine verlässliche Grundregel.
Restaurants
Zehn Prozent sind in Restaurants in russischen Städten, besonders Moskau und Sankt Petersburg, zur gängigen Praxis geworden, wo Essen mit ausländischen Gästen so routiniert ist, dass Kellner in der Regel etwas obendrauf erwarten. Außerhalb der Großstädte ist das weniger automatisch, aber nie unerwünscht. Bargeld ist der natürlichere Weg, es dazulassen, da Kartenterminals in Russland normalerweise keine Trinkgeldzeile eingebaut haben wie amerikanische – also entweder die Kartenzahlung leicht aufrunden oder direkt Bargeld für den Kellner dalassen.
Cafés und Bars
Hier erledigt Aufrunden alles, du musst dir bei einem Kaffee oder Bier keine exakten 10 % ausrechnen. Aus einer Rechnung über 340 Rubel werden 350, und das war die ganze Transaktion.
Taxis
Taxifahrern Trinkgeld zu geben ist in russischen Städten wirklich üblich, besonders bei App-Fahrten über Dienste wie Yandex Taxi, wo der Fahrpreis vorab transparent ist und ein kleines Trinkgeld obendrauf – aufrunden oder einen bescheidenen Betrag dazulegen – zu einem normalen Teil der Fahrt geworden ist statt zu einem nachträglichen Gedanken.
Hotels
Housekeeping und Gepäckträger bekommen kleine Geldscheine als Trinkgeld, pro Nacht fürs Zimmer dagelassen oder pro getragenem Gepäckstück übergeben, statt einer prozentualen Berechnung. Es ist eine unkomplizierte Geste, die beim Personal deutlich ankommt, da es sie von einheimischen Gästen nicht immer bekommt.
Reiseleiter
Guides freuen sich über Trinkgeld, und das ist in Russland wichtig, weil private Guides, etwa für eine Führung durch den Kreml und den Roten Platz oder eine ausführliche Hermitage-Tour in Sankt Petersburg, Trinkgeld oft als bedeutenden Teil ihres Einkommens von ausländischen Besuchern brauchen. Ein Trinkgeld, das der Qualität der Tour entspricht, wird also sowohl erwartet als auch wirklich geschätzt.
Fazit
Zehn Prozent ist die Zahl, die du dir für Russlands Städte merken solltest, von Restaurants über Taxis bis zu Guides, während Cafés und Bars mit einfachem Aufrunden auskommen. Halte etwas Bargeld bereit, denn die Trinkgeldkultur hier setzt nach wie vor eher auf Scheine in der Hand als auf Kartenzuschläge.
Sehenswerte Orte
Russlands Ausmaße lassen sich kaum überschätzen, und seine Sehenswürdigkeiten reichen von imperialer Pracht bis zu einem See, der älter ist als der Himalaya.
Der Rote Platz und der Kreml in Moskau
Die Basilius-Kathedrale mit ihrem Cluster aus bunten Zwiebeltürmen prägt seit Iwan dem Schrecklichen, der sie in den 1550er-Jahren errichten ließ, das südliche Ende des Roten Platzes, und die Kremlmauern daneben beherbergen bis heute den Sitz der russischen Regierung.
Die Staatliche Eremitage, Sankt Petersburg
Größtenteils im prunkvollen Winterpalast untergebracht, ist dies eines der größten Kunstmuseen der Welt, mit einer Sammlung, die so umfangreich ist, dass man Berichten zufolge Jahre bräuchte, um an jedem einzelnen Stück vorbeizugehen – darunter bedeutende Werke von Rembrandt und da Vinci.
Der Baikalsee
Der tiefste und älteste Süßwassersee der Welt enthält etwa ein Fünftel des ungefrorenen Süßwassers der Erde, und im Winter ist das Eis so klar, dass man durch die Risse, die auffällige blaue Muster über die Oberfläche ziehen, mehrere Meter tief sehen kann.
Suzdal
Suzdal, Teil des Goldenen Rings historischer Städte nordöstlich von Moskau, hat seine niedrige, von Kirchen durchsetzte Skyline weitgehend frei von moderner Bebauung gehalten und vermittelt inmitten seiner vielen Klöster mit Zwiebeltürmen ein echtes Gefühl mittelalterlichen russischen Stadtlebens.
Reiseplanung
Spätfrühling bis Frühherbst ist für den größten Teil Russlands die einfachste Reisezeit, angesichts dessen, wie brutal kalt und dunkel die Winter außerhalb des äußersten Südens werden – die Weißen Nächte in Sankt Petersburg im Juni, wenn der Himmel kaum dunkel wird, sind aber, wenn möglich, eine Reise wert, um die man die Planung herum ausrichten sollte. Angesichts der aktuellen internationalen Sanktionslage funktionieren ausländische Bankkarten in Russland in der Regel nicht, plane also ausreichend Bargeld ein und informiere dich rechtzeitig vor der Reise über aktuelle Einreisebestimmungen und Visaregeln, da sich diese in den letzten Jahren erheblich verändert haben. Prüfe vor jeder Buchung die aktuellen Reisehinweise deines Heimatlandes.
FAQ
Gibt man in Russland Trinkgeld?
Ja, 10 % sind in russischen Städten eine verlässliche Grundregel für Restaurants, Taxis und Guides, während man bei Cafés und Bars einfach die Rechnung aufrundet.
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