Trinkgeld in Thailand: Locker, nicht verpflichtend
Thailand hat keine tief verwurzelte Trinkgeldtradition wie etwa Nordamerika, aber der Tourismus hat die Erwartungen in bestimmten Bereichen verändert. Der entscheidende Unterschied liegt zwischen Street Food und Restaurantbesuch sowie zwischen lokalen Lokalen und touristisch ausgerichteten Betrieben.
Street Food und lokale Restaurants
An Straßenständen und kleinen lokalen Restaurants, in denen auch Thailänder selbst essen, gehört Trinkgeld nicht zur Kultur und wird nicht erwartet. Die Rechnung auf den nächsten passenden Geldschein aufzurunden ist eine nette Geste, aber wirklich freiwillig.
Restaurants und Touristenlokale
In Restaurants, die auf Touristen ausgerichtet sind, oder in Hotelrestaurants solltest du vor deinem eigenen Trinkgeld prüfen, ob nicht schon ein 10-Prozent-Servicezuschlag berechnet wurde – das ist in dieser Kategorie üblich. Steht kein Servicezuschlag auf der Rechnung, sind Aufrunden oder etwa 10 % extra für guten Service eine willkommene, passende Geste.
Taxis und Tuk-Tuks
Taxis mit Taxameter: auf einen passenden Betrag aufrunden. Bei Tuk-Tuks und anderen Fahrten mit ausgehandeltem Preis wird der Fahrpreis meist schon vor der Fahrt vereinbart, sodass es keine wirkliche Erwartung eines zusätzlichen Trinkgelds gibt – Aufrunden ist aber immer in Ordnung.
Hotels
Ein kleiner Geldschein (etwa THB 20-50) für Gepäckträger pro Gepäckstück und ein ähnlicher Betrag für das Housekeeping pro Nacht sind in Hotels der mittleren und gehobenen Kategorie eine übliche und geschätzte Geste. In Gästehäusern und Budget-Unterkünften wird das nicht erwartet.
Reiseleiter und Fahrer
Bei Tagestouren, Island-Hopping-Ausflügen oder einem privaten Fahrer sind etwa 10 % der Tourkosten (oder ein Pauschalbetrag bei Mehrtagestouren) ein übliches und geschätztes Dankeschön, besonders für Guides, die sich besonders ins Zeug legen, um den Tag unvergesslich zu machen.
Fazit
Thailand belohnt Zurückhaltung: Aufrunden reicht für die meisten Alltagssituationen, und bescheidene 10 % sind die Obergrenze selbst für die schönsten Erlebnisse.
Sehenswerte Orte
Wenn du die Tempel in der Nähe deines Hotels hinter dir gelassen hast, hat Thailand eine Handvoll Orte, um die sich zusätzliche Tage lohnen.
Der Große Palast und Wat Phra Kaew
Bangkoks ehemalige Königsresidenz, 1782 erbaut, beherbergt Wat Phra Kaew, den Tempel des Smaragd-Buddha – eine kleine Jade-Statue, die tatsächlich das heiligste buddhistische Bildnis des Landes ist. Schultern und Knie müssen bedeckt sein, um Einlass zu bekommen, und am Tor werden meist einige Touristen wegen kurzer Hosen abgewiesen – plane dein Outfit also vorher.
Wat Arun
Der Tempel der Morgenröte liegt am Chao-Phraya-Fluss gegenüber dem Großen Palast, und sein zentraler Prang ist mit Fragmenten chinesischen Porzellans bedeckt, die das Licht je nach Tageszeit unterschiedlich einfangen. Die Fährüberfahrt von der Palastseite dauert nur wenige Minuten und kostet fast nichts.
Ayutthaya
Thailands ehemalige Hauptstadt, 1767 von der burmesischen Armee geplündert, ist heute ein UNESCO-gelistetes Feld verfallender Tempelruinen, etwa 90 Minuten mit dem Zug nördlich von Bangkok. Der meistfotografierte Ort ist ein steinerner Buddha-Kopf beim Wat Mahathat, der im Laufe der Jahrhunderte vollständig von den Wurzeln eines Bodhi-Baums umschlossen wurde.
Railay Beach
Eine Halbinsel bei Krabi, die nur mit dem Longtail-Boot erreichbar ist, da Kalksteinklippen sie vom Straßennetz abschneiden – das gibt ihr ein abgeschiedeneres Gefühl als den meisten Strandorten in Thailand. Kletterer kommen wegen der Karstwände genauso wie Schwimmer wegen des Wassers.
Reiseplanung
November bis Februar ist die angenehmste Reisezeit – kühler, trockener und deutlich weniger schwül als der Rest des Jahres, allerdings auch Hochsaison, also solltest du für Inseln wie Phi Phi im Voraus buchen. April ist mit Abstand der heißeste Monat, und der Südwestmonsun dauert etwa von Mai bis Oktober, was vor allem die Andamanenküste stärker betrifft als die Golfseite. Führe kleine Scheine für Trinkgeld und Street-Food-Stände mit, da Verkäufer 1000-Baht-Scheine früh am Tag oft schwer wechseln können. Kleide dich in Tempeln zurückhaltend – bedeckte Schultern und Knie gelten für alle, nicht nur für Frauen – und rechne damit, vor den meisten religiösen Gebäuden die Schuhe auszuziehen. Die App Grab ist die einfachste Möglichkeit, sich in Bangkok fortzubewegen, ohne über Tuk-Tuk-Preise zu feilschen, und es lohnt sich, sie schon vor der Landung herunterzuladen statt erst nach der Ankunft.
FAQ
Muss ich in Thailand Trinkgeld geben?
An Street-Food-Ständen und lokalen Lokalen kannst du aufrunden oder ganz aufs Trinkgeld verzichten. In gehobeneren, touristisch ausgerichteten Restaurants wird Aufrunden oder etwa 10 % extra geschätzt. Prüfe deine Rechnung – viele gehobene Lokale berechnen bereits einen 10-Prozent-Servicezuschlag.
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